Bike
Mit dem Mountainbike durch den Winter – Elisabeth Brandau im Interview.
05. Jan 10:00 | posted by Michi | Keine Kommentare
Elisabeth Brandau ist nicht nur Deutsche Marathonmeisterin, sondern auch unser Profi für die Bike Camps im kommenden Sommer. Aktuell arbeitet sie an der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012. Wie man als Biker am besten durch den Winter kommt und olympisches Niveau erreicht, hat sie uns schon jetzt verraten.
CUBE: Servus. Fangen wir ganz vorne an: Wie bist Du zum Biken gekommen?
Elisabeth: Fahrrad bin ich schon immer gern gefahren. Zu Straßenrennen bin ich erstmals durch den Radverein bei mir im Ort gekommen. Nach einer fünfjährigen Rennpause haben mich Freunde überredet einen MTB-Marathon mitzumachen und ab dann ging es recht schnell. Ich hab den Marathon gewonnen und auch gleich mein erstes Team kennen gelernt. Ich habe dann wieder eine Lizenz gelöst und startete 2008 wieder von Null auf Hundert – es hat mir einfach richtig Spaß gemacht mit der Truppe.
In Deutschland ist Mountainbiken ja sehr populär und das Niveau entsprechend hoch. Welche Eigenschaften braucht man um ganz an die Spitze vorzustoßen?
Wie in jeder Sportart sind der Kopf und das Talent maßgebend. Man braucht eine gesunde Mischung von Ehrgeiz, Siegeswillen und Lockerheit um den Spaß nicht zu verlieren. Aber ohne Talent kommt man nie ganz nach vorne.
Kannst Du uns etwas über Deinen Trainingsplan im Winter erzählen? Trainierst Du weiter am Bike oder weichst Du auf alternative Sportarten aus?
Ich liebe es zu Biken, und das Rad werde ich nie ganz in die Ecke stellen. Nicht einmal in den Bergen bei Schnee (lacht). Es macht auch Spaß auf Skipisten zu fahren und dabei die Fahrtechnik zu trainieren. Im Dezember war ich 10 Tage mit dem Rennrad auf Mallorca und werde im Januar auch nochmal für zwei Wochen hin fahren. Dazwischen gehe ich zu Hause abwechselnd Radfahren, Laufen, Schwimmen, Kickboxen und auch Klettern. Jetzt gerade bin ich auf dem Weg in den CUBE SAVOGNIN um fünf Tage Langlaufen und Touren zu gehen. Ich denke alles was sportlich zwei bis vier Stunden dauert und Spaß bringt, kann man auch im Winter sehr gut machen.
Und wie sieht es mit der Ernährung im Winter aus? Läuft alles weiter wie sonst, oder passt Du dich an die kalte Jahreszeit an?
Ernährung – gute Frage für mich. Als ich viel auf Montage war (Elisabeth ist gelernte Kälteanlagenbauermeisterin) habe ich mir keine sehr guten Essgewohnheiten angeeignet. Aber seit diesem Winter beschäftige ich mich besonders intensiv mit diesem Thema. Das ist aber eigentlich von den Jahreszeiten unabhängig – es geht darum Fett zu verlieren und Muskeln aufzubauen. Eigentlich muss man einfach nur eine gesunde Mischung von tierischem und pflanzlichem Eiweiß mit Gemüse und Körnern kombinieren. Ich habe ein tolles Kochbuch für Radfahrer geschenkt bekommen; da sind super Rezepte drinnen.
Welche Tipps hast Du für Hobbysportler die gerne auch im Winter mit dem Bike unterwegs sind?
Mehrere warme Schichten anziehen und Spaß haben. Die Herzfrequenz lieber 5-10 Schläge niedriger halten als sonst, um den Körper bei der Kälte nicht zu überfördern und Energie für das Frühjahr zu sammeln. Ausreichend dehnen und auch Besuche in der Kraftkammer nicht vergessen. Natürlich auch mal Omas Plätzchen genießen oder über Weihnachtsmarkt schlendern – Wenn der Kopf keine Lust hat, ist der Körper auch noch nicht bereit wieder voll Gas zu geben. Das habe ich auch schon öfter erlebt.
Du fährst ja ab 2012 in einem neuen Team, oder? Was dürfen wir erwarten?
Ja! Eine tolle und zielstrebige Gruppe die Spaß am Biken hat und bei den Profis mitmischt. Wir sind drei Elite Fahrer und zwei Nachwuchs beziehungsweise u23 (unter 23) Fahrer. Das Ziel der Olympischen Spiele in London ist uns auf die Stirn geschrieben und auch unser Hauptsponsor Noteboooksbilliger.de unterstütz uns auf dem Wege voll und ganz.
Wie schaut nun der Plan für die kommende Saison aus? Was sind Deine Meilensteine?
Es gibt so Art Stufenplan: Die erste Etappe sind die 4 Weltcups für die Olympiaqualifikation und dann die Olympischen Spiele selber oder auch die WM in Österreich. Die letzte Stufe ist die Weltmeisterschaft im Marathon. Hürden gibt es immer – aber ich bin guter Dinge. Ich werde von Jahr zu Jahr besser und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich traue mir meine Ziele aber durchaus zu.
Was werden die Highlights der Bike Camps im CUBE SAVOGNIN im Sommer sein?
Die Touren in der tollen Region Savognin und das Training der Fahrtechnik. Die Bike Camps werden von unserem Team geleitet und wir gehen sehr individuell auf die Wünsche der Teilnehmer ein. So können wir auch gezielt Tipps für den ganzen Körper und Geist geben.
Vielen Dank für das Interview! Und wir wünschen viel Erfolg für 2012!
Vielen Dank für die Unterstützung und das Vertrauen in unser Team!
Mountainbiken mit der Deutschen Marathonmeisterin
15. Nov 11:31 | posted by Michi | Keine Kommentare
Elisabeth Brandau berichtet von ihrem ersten Bike Camp im CUBE SAVOGNIN. Ab 2012 starten wir mit ihr gemeinsam so richtig durch!
Trotz der schlechten Wettervorhersagen, fand mein erstes Bikecamp im CUBE Savognin erfolgreich statt. Die Winterklamotten wurden eingepackt, und wir genossen ein wunderbares und vielseitiges Wochenende mit Sonne, Regen und einer Menge Schnee!
Am Donnerstagabend wurden die Teilnehmer nach einer schönen Tour bei Sonnenschein im CUBE in Empfang genommen. Nach dem ersten Kennenlernen und einer Besprechung über den Ablauf der nächsten Tage, die dann aber stark durch das Wetter beeinflusst wurden, konnten wir sogar direkt mit den Rädern zu unseren Zimmern fahren und in den erholsamen Schlaf fallen. Um 10.00Uhr am nächsten Morgen ging es, nach einem reichhaltigen Sportlerfrühstück, gleich zur ersten Technikeinheit um die Fahrkünste der Biker kennenzulernen. Anschließend starteten wir zur ersten Tour. Genau in diesem Moment zeigten sich auch schon die ersten Schneeflocken. Noch mit der Sonne im Rücken ging es hoch bis auf 2000 Meter, um dann einen genialen Trail bis hinunter in das Tal zu fahren. Hierbei konnten die Gäste die neu erlernten Techniken schon perfekt in die Tat umsetzen.
Zurück im Hotel, wurden nach einer Ruhepause noch Gymnastik- und Stabiübungen gezeigt. Danach genossen wir alle das leckere und wohlverdiente Abendbuffet.
Am Samstagmorgen war Väterchen Frost mit ordentlich Schnee zu Gast. Das erste Training wurde also kurzerhand in den Kraftraum verlegt um einige Übungen für das Krafttraining im Winter zu testen. Als sich dann am Mittag unsere Beine schon wieder nach dem Bike sehnten, ging es trotz Schneeregen raus zum Kurventraining. Geübt wurde auf einer steil abfallenden Wiese und auf Schotterstrassen. Danach ging es auf die schönsten Trails am Südhang von Savognin. Die Teilnehmer waren extrem hart im Nehmen und haben sich durch das fiese Wetter nicht abschrecken lassen. Hätten ich sie nicht eingebremst, so hätten sie bestimmt noch bis in die Dunkelheit weiter die Trails erkundet. Durch die extremen Wetterbedingungen des Tages, konnten wir auch das „Squirt“ Kettenwachs ausführlich testen und uns von den Vorteilen überzeugen.
Vor dem Grillbuffet am Samstagabend gab es noch eine Schulung an Bremsen, Schaltung und Gabel – powered by Magura. Anschließend genossen wir gemeinsam ein vorzügliches Grillbuffet in unserem Hotel. Gut gesättigt, studierten wir die Wettervorhersagen. Gemeldet wurde starker Schneefall bis hinab auf 900 Meter…
Am nächsten Morgen lagen tatsächlich 20cm Neuschnee! Doch das Wetter konnte unsere Motivation nicht mindern. Schnell wurde ein mobiler Verpflegungsservice organisiert. Auf der Abschlusstour durch den Schnee, konnten sich die Fahrer an der Verpflegungsstelle mit warmen Getränken und Snacks stärken. Auch trockene Kleidung zum Wechseln lag bereit.
Zurück im Hotel und nach einer warmen Dusche, wurden die Gäste verabschiedet. Ich bin sehr froh, dass die Teilnehmer das schlechte Wetter nicht gescheut haben und hoffe, dass sie die neuen Techniken auf vielen Bike-Kilometern erfolgreich anwenden können!
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken haben, die mich bei der Organisation des Camps unterstützt haben und freue mich schon jetzt auf meine Bike Camps im CUBE im Jahr 2012!
Für die nächste Saison sind einige Bike Camps mit Elisabeth geplant! Alle Infos findet ihr in Kürze unter www.cube-hotels.com.
Cool: CUBE BIBERWIER-LERMOOS als “Hauptdarsteller” eines Mountainbike Videos…
15. Jul 12:03 | posted by Michi | 2 Kommentare
Im Juni hatten wir Mountainbike-Pro Flo Gottschlich und Filmer Mike Herzog von Autrenalin samt Crew zu Gast im CUBE BIBERWIER-LERMOOS. Ein ganzes Wochenende drehten Sie in der Tiroler Zugspitz Arena eine Episode für Ihre Mountainbike-Video-Serie “MTB-Diary”. Das Video ist jetzt fertig und zeigt Bike-Aufnahmen vom Feinsten, beeindruckende Landschaftspanoramen und allerlei lustige Dinge, die man in der Zugspitz Arena bzw. im CUBE Hotel machen kann.
Uns freut natürlich besonders, dass die Biker vom Hotel so begeistert waren und es im Video ausführlich präsentieren bzw. testen – somit hat das CUBE eine “Hauptrolle” im neuen “MTB-Diary”. Aber jetzt genug geredet, jetzt “Film ab!”:
Interview mit Blue Tomato Teamrider Mathias Haas
13. Jul 14:16 | posted by Michi | Keine Kommentare
Mathias ist 30 Jahre alt, Österreicher, Blue Tomato Teamrider und fährt Downhill-Worldcup. Grund genug für uns, ihn für ein Interview einzuladen! Doch lest selbst, was ein Downhill Pro zu sagen hat!
Servus Mathias! Erzähl uns doch zum Einstieg, wann und warum Dich das Mountainbike-Fieber gepackt hat!
Vor ca. 12 Jahren war ich mit „Petz“ (Petra Bernhard, Anm. der Redaktion) beim Downhill-Weltcup in Kaprun. Von da an sind wir beide vom Downhill-Fieberinfiziert. Nach anfänglichen Cross Country Rennen stellte sich rasch heraus, das ich in der Downhill-Sparte richtig aufgehoben bin.
Was fasziniert Dich am Downhill?
Mich fasziniert, dass ich immer in der freien Natur bin, mit meinem Bike durch den Wald „fetzen“ kann, große Sprünge schaffe und besonders wenn es mich so richtig in eine Steilkurve hinein drückt!
Du bist ja seit jeher sehr viel mit Petra Bernhard unterwegs – seid Ihr sozusagen „Bike-Buddies for Life“?
Das ist ganz bestimmt so :-)
Der ärgste Spot, den Du je gefahren bist ist …?
Das ist definitiv Champery in der West Schweiz! Dort findet heuer auch die Mountainbike Weltmeisterschaft statt. Die Strecke selbst ist durchgehend steil, mit weiten Absätzen und Step-Downs. Unten mit weiten Sprüngen in Supercross-Manier. Dort habe ich mir voriges Jahr 2 Bänder im Knöchel gerissen. Nichts für Warmduscher!
Downhill fahren ist ja nicht gerade ungefährlich. Wie gehst Du mit Stürzen um? Was geht in Deinem Kopf kurz vor einem Sturz vor, wenn Du sozusagen merkst: „Oh, das geht sich nicht mehr aus“? Und was macht Dein Körper, wenn es soweit ist?
Grundsätzlich versuche ich mich bei einem Sturz so gut wie möglich abzurollen und vor allem meinen Kopf zu schützen. Und ich hoffe, dass gerade kein Fels oder Baumstumpf in der Umgebung herum liegt. Aber je öfter du stürzt, desto kontrollierter werden deine Crashs!
Bei den Stürzen selbst gibt es 2 Kategorien: Das eine sind zum einen Stürze, bei denen man übers Vorderrad rutscht oder es überschlägt dich einfach. Du fällst stumpf auf die Rippen oder Schulter. Oder brichst dir Handgelenk, Beine oder Arme bzw. reißt dir die Bänder. Das Gute dabei: Das wächst meistens wieder zusammen.
Aber die wirklich gefährlichen Stürze sind die, wo man sich komplett unkontrolliert überschlägt und anschließend direkt auf den Kopf fällt.
Bei diesen Stürzen entstehen dann manchmal die schwersten Wirbelverletzungen. Das ist das Einzige, vor dem ich wirklich Angst habe.
Ist Dir schon mal etwas Gröberes passiert – oder bist du bislang immer heil davon gekommen?
Ja, leider hab ich mich in den letzten 3 Jahren immer schwer verletzt! Mit dabei waren unter anderem Bänderrisse in der Schulter und am Knöchel. Das Schlimmste war aber der Lungenriss 2008, den ich mir beim Dirten zugezogen habe.
Stell Dir vor, Du wachst eines Tages auf und hast Angst vor dem nächsten Downhill. Wie würdest Du damit umgehen, wie würdest Du Dich motivieren?
Wenn ich jemals Angst hätte, Downhill zu fahren, dann würde ich gleich im Bett liegen bleiben und erst gar nicht aufstehen. Denn wenn man Angst davor hat, ist man zu langsam, um Rennen zu gewinnen!
Was sind Deine Ziele für diese Saison und wie wird Dein Sommer aussehen?
Ich möchte die restlichen Austria Cup Rennen unter den Top 3 finishen und mich vor allem für die noch ausständigen europäischen Worldcups qualifizieren. Außerdem wäre es großartig, die Saison mit einem tollen Ergebnis bei der Weltmeisterschaft in Champery / CH im September zu beenden.
Zum Abschluss: Dein wichtigster Biketipp für die LeserInnen des CUBE Bike Magazins?
Gemütlich anfangen, Strecke vorher besichtigen, nichts überstürzen, nicht verkrampfen, immer locker am Bike sitzen und vor allem: Riesenspaß dabei haben!!!
Und jetzt die obligatorische Frage: Warst Du schon mal in einem CUBE Hotel? Was gefällt Dir am Konzept der CUBE Hotels?
Ich war schon mal im CUBE Nassfeld! Und es hat mir voll getaugt! Es ist einfach gehalten und komfortabel. Auch die flachen Aufgänge sind genial. Es erweckt den Anschein, dass das Hotel für Sportler gebaut wurde – ein tolle Location!
Dann würden wir uns freuen, dich bald einmal in einem CUBE wieder zu sehen! Danke für das Interview!
bikers heaven: das neue CUBE Mountainbike Magazin
29. Jun 16:03 | posted by Michi | Keine Kommentare
Hurra Hurra, unser Bike Mag ist da! Und das genau zur heißen Phase der aktuellen Mountainbike Saison – damit Ihr jetzt schon die Weichen für den perfekten Bikeurlaub im Sommer stellen könnt.
Für die Sommerausgabe 2011 von “bikers heaven”, dem exklusiven Mountainbike Magazin der CUBE Hotels, sind wir neue Wege gegangen: neben der Online-Version auf issuu.com ist das Mag erstmals auch über die Amano Media App für iPhone und iPad erhältlich. Inhaltlich haben wir diesmal sehr stark auf Interviews mit Leuten aus der Mountainbike-Szene gesetzt und präsentieren auch die Sommerhits in punkto Ausrüstung und Mode. Als Sahnehäubchen gibt es wieder einen super Überblick über die Mountainbike Regionen der CUBE Hotels.
Aber am besten Ihr blättert gleich rein - Vorhang auf und viel Spaß beim Lesen:
CUBE ist Partner beim höchstgelegenen 24-Stunden Mountainbike Rennen der Alpen
07. Jun 17:11 | posted by Michi | Keine Kommentare
Einen ganzen Tag am Stück Mountainbiken? Das ist die große Herausforderung beim “124davos.ch”, dem höchstgelegenen 24-Stunden Bike Rennen der Alpen. Von 24. bis 26. Juni ist es wieder soweit – das Rennen rund um Davos Frauenkirch (Schweiz) geht zum sechsten Mal über die Bühne.
Die Vorfreude bei Veranstaltern, Teilnehmern und Zusehern ist schon groß: das Event zeichnet sich trotz seiner Größe nach wie vor durch ein ganz besonderes Flair und eine super Stimmung aus, von der Schönheit der malerischen Berglandschaft um Davos ganz zu schweigen. Bei so einer großartigen Bike-Veranstaltung freuen wir uns natürlich riesig, dass CUBE heuer offizieller Partner des 124davos.ch ist. Auf alle Fälle unser Veranstaltungstipp des Monats!
Im Vorjahr waren mehr als 500 Teilnehmer aus neun Nationen am Start. Für heuer sind die Startplätze auf 500 limitiert, damit die Stimmung so familiär wie bisher bleibt und die Teilnehmer genug Platz und Übersicht auf der Strecke haben. Neben dem Hauptbewerb gibt es noch ein 6-Stunden Schnupper-Rennen sowie ein 2-Stunden Kidsrace. Nähere Informationen findet Ihr auf der offiziellen 124davos.ch Website.
Unser CUBE SAVOGNIN befindet sich übrigens nur eine Stunde von Davos entfernt und bietet sich als perfekte Homebase für Teilnehmer und Zuseher an – hier geht’s zu unseren aktuellen Bike-Angeboten.
Wir basteln uns ein Mountainbike Video – Profi-Filmer Mike Herzog gibt Tipps für den Videoschnitt
01. Jun 13:57 | posted by Michi | 2 Kommentare
Letzter Teil unserer Info-Serie zum Thema Mountainbike-Filmen. Heute geht es darum, was zu tun ist, sobald die Aufnahmen im Kasten sind. Profi-Filmer Mike Herzog gibt Euch Tipps für den Videoschnitt und was Ihr bei Eurem Video rechtlich beachten müsst.
Hallo Mike. Wenn man die Shots von der letzten Bike-Tour im Kasten hat – was ist noch zu tun, bevor man mit dem fertigen Video vor Freunden und Kollegen prahlen kann?
Spektakuläre Aufnahmen sind nur die halbe Miete. Nun geht es darum, die Aufnahmen zu sichten, auszusortieren und möglichst knackig zu schneiden. Die Kunst dabei ist, einen spannenden und vor allem kurzen Film daraus zu machen.
Welche Schnittprogramme sind für Hobbyfilmer zu empfehlen? Was ist ein guter Einstieg?
Die ersten Schritte macht man am besten mit dem MovieMaker auf Windows oder dem iMovie auf MacOS – diese Programme sind bei den jeweiligen Betriebssystemen vorinstalliert oder kostenlos zum Download erhältlich. Zum einfachen Schneiden reichen sie vorerst aus.
Will man sich dann in punkto Bildbearbeitung und Effekte weiterentwickeln, sollte man auf Einsteigerprogramme wie Adobe Elements oder Magix Video umsteigen, die preislich bei ca. 60 bis 100 Euro liegen. Die nächste Stufe wären dann Programme wie Magic Pro X3 oder Final Cut, die in der Preisklasse von 200 bis 500 Euro liegen.
Reicht das für den Hobbyfilmer? Oder gibt es da noch Raum nach oben?
Natürlich – die Klassiker sind Adobe Premiere Pro und Final Cut Pro. Die liegen aber schon im Bereich um die Tausend Euro, also für Hobbyfilmer schon sehr teuer… Aber letztendlich muss jeder selbst entscheiden, wie viel ihm sein Hobby wert ist.
Ein Tipp: überlegt Euch, wie viel Euch gute Ergebnisse wert sind und versucht abzuschätzen, wie oft Ihr filmen wollt und wem Ihr die Filme zeigen wollt. Daraus solltet Ihr ableiten können, welches Programm das richtige ist. Ich habe zum Beispiel bereits in meinen Hobbyzeiten in die Adobe Pro Schiene investiert. Wer jedoch nur einmal im Jahr ein Erinnerungsvideo vom Bike-Urlaub machen will, sollte eher bei günstigen Programmen bleiben.
Gibt es eine Faustregel, was guten Schnitt bzw. ein gutes Video ausmacht?
Es gilt meist: weniger ist mehr. Konzentriert Euch auf das Wesentliche und schneidet einzelne Szenen kurz. Dies ist für den Filmer erfahrungsgemäß schwierig, weil man von den eigenen Aufnahmen sehr überzeugt ist und sich mit dem Aussortieren schwer tut. Bezieht deshalb auch außenstehende Personen mit ein. Diese können Euch gut dabei helfen, die wirklich wichtigen Aufnahmen auszuwählen oder weniger wichtiges wegzuschneiden.
Ein Tipp für den „roten Faden“: Versucht, wie in einem Spielfilm Spannung aufzubauen. Fangt am besten mit langsamen und ruhigen Aufnahmen an und steigert Euch zu einem Höhepunkt, der sich im hinteren Drittel des Films befinden sollte.
Was sind die wichtigsten rechtlichen Dinge, die man beachten muss?
Solange das Video nur privat in Verwendung ist, hat man eigentlich nichts zu befürchten. Aber oft will man sein Meisterwerk ja auch öffentlich präsentieren – sei es auf Online-Plattformen wie YouTube oder im Klublokal des Bike Vereins.
Dann gilt: jede Veröffentlichung von geschützten Inhalten kann rechtliche Konsequenzen haben! Bilder aus dem Internet, Sequenzen aus anderen Videos, Logos oder Musik sind geistiges Eigentum und rechtlich geschützt. Ohne die Einwilligung des Urhebers dürfen sie nicht verwendet werden. (Anm. d. Red.: vor allem bei Musik wird dies oft übersehen. Am Besten ist es, von vornherein lizenzfreie Musik zu verwenden – eine Übersicht über Quellen findet Ihr hier. Eine andere Option sind Inhalte unter der Creative Commons Lizenz.)
Hinzu kommt, dass nicht jeder ein Video für die Öffentlichkeit erstellen darf, vor allem wenn es sich um eine kommerzielle Vorführung handelt. Wir als Filmproduktionsunternehmen kümmern uns bereits im Vorfeld um die notwendigen rechtlichen Lizenzen.
Vielen Dank für das Interview! Zum Abschluss: woran arbeitet Ihr gerade? Welche Projekte stehen für diese Saison an?
Im sportlichen Bereich stehen Projekte wie das MTB-Diary von Flo Gottschlich am Programm, die nächste Serie drehen wir übrigens im CUBE BIBERWIER-LERMOOS. Zusätzlich wird es heuer einen Tourismusfilm über die Bike-Möglichkeiten im Salzburger Saalachtal sowie einen Kletterfilm von uns geben.
Abseits des Sports drehen wir verschiedene Imagefilme für Unternehmen sowie einen Dokumentationsfilm über den Gletscherrückgang in den Alpen. Und wenn es passt, auch die ein oder andere Hochzeit oder Taufe. Also gibt es immer was zu tun! [lacht]
Einen Überblick über alle Teile unseres Interviews mit Mike Herzog findet Ihr hier.
Pimp my Bike Video – Tipps vom Profi
27. Mai 17:11 | posted by Michi | Keine Kommentare
Ihr sucht den “roten Faden” für Eure Mountainbike Videos? Ihr wollt die Qualität Eurer Aufnahmen steigern? Dann ist Teil 3 unserer Serie genau das Richtige für Euch. Der professionelle Bike-Filmer Mike Herzog gibt im Interview Kreativitäts-Tipps und Inspirationen für lebhafte Videos.
Wie bekommt man ein gutes Gefühl für die richtigen Aufnahmen – gibt es so etwas wie eine Faustregel?
Eine Faustregel vielleicht nicht, aber grundsätzlich ist es sehr wichtig, erstmal ein visuelles Gefühl für die Landschaft zu bekommen. Bevor Ihr die Kamera in die Hand nehmt, schaut Euch die Umgebung an und stellt Euch Fragen wie: „Was sticht mir ins Auge? Was würdet ich später gerne auf dem Video drauf haben?“ Wenn Ihr Euch beim Filmen dann darauf konzentriert, sollte die Qualität Eurer Aufnahmen schon um einiges gesteigert werden – das funktioniert in den meisten Fällen.
Wie holt man sich Inspiration für Aufnahmen, Perspektiven, etc.?
Allen, die keine spezifische Ausbildung haben, kann ich nur empfehlen: schaut Euch einfach Bike-Videos an! Seht sie Euch aber bewusst an und bewertet, welche Aufnahmen Euch gefallen und welche weniger. Versucht jene, die Euch gefallen, beim Filmen nachzuahmen. Lasst Euch so auch in punkto Perspektive, Kameraführung, Licht und so weiter inspirieren. Mit ein bisschen Übung und Geschick gelingem so auch einem Hobbyfilmer sehr gute Bilder!
Private Videos wirken oft ein wenig langweilig und lieblos zusammengestoppelt… Wie kann man Videos aufregender gestalten?
Ein altes Problem: Für den „Kameramann“ selbst ist das Video meist überwältigend, da er eine Menge Arbeit und Emotionen in sein Film-Projekt gesteckt hat. Für Außenstehende ist es aber eher eine wahllose, nicht zusammenhängende Aneinanderreihung von Aufnahmen.
Hier hilft es, dem Video den so genannten „roten Faden“ zu verschaffen: Überlegt Euch vor dem Filmen eine kurze Geschichte und setzt etwas ein, das die Zuschauer durch den Film begleitet. Dies kann zum Beispiel eine Person sein oder sogar ein Objekt, das man aktiv in den Film einbindet.
Klingt theoretisch recht einfach – aber hast Du da auch ein praktisches Beispiel?
Kleine Anregung: Während Eurer nächsten Biketour versucht doch mal einen kurzen Film über Euren ständigen Begleiter zu drehen: die Trinkflasche an Eurem Bike. Setzt sie aktiv in Szene und benutzt Sie als ständig wiederkehrendes Element, als roten Faden – seht selbst, was dabei herauskommt.
Einen Überblick über alle Teile unseres Interviews mit Mike Herzog findet Ihr hier.
Ein erstklassiger Start in die Saison: Vaude Bike Camp im CUBE BIBERWIER-LERMOOS
19. Mai 18:34 | posted by Michi | Keine Kommentare
Die Mountainbike Saison im CUBE BIBERWIER-LERMOOS ist eröffnet! Mit dem Vaude Bike Camp ging vergangenes Wochenende das erste Event-Schmankerl für Bike-Fans über die Bühne. Mehr als 40 TeilnehmerInnen nutzten Workshops und gemeinsamen Touren, um Ihre Skills zu verbessern und gut in die Saison zu starten.
Die Vaude Profis Phillip Foltz und Alexa Hüni warfen sich ordentlich ins Zeug, um den TeilnehmerInnen viel Wissen und praktische Tipps rund ums Mountainbiken zu vermitteln. Zudem stand den Gästen auch ein Testcenter von VAUDE und Centurion zur Verfügung, um die neueste Bike-Ausrüstung auf Herz und Nieren zu prüfen. Als besondere Zuckerln gab es einen Foto-Workshop mit Bike-Profi-Fotograf und Extrembiker Christoph Malin sowie eine atemberaubende Show von Trial-Profi Stefan Schlie.
Die Stimmung im Camp war super und die TeilnehmerInnen verbrachten ein erstklassiges Bike-Wochenende, das einfach nur Lust auf den Bike-Sommer 2011 macht!
Die richtige Ausrüstung zum Filmen einer MTB Tour
13. Mai 16:21 | posted by Michi | Keine Kommentare
Teil 2 unserer Serie zum Thema Mountainbike Videos. Der professionelle Bike-Filmer Mike Herzog erklärt uns heute, worauf es beim Thema Equipment ankommt und welche Ausrüstung für den Durchschnittsbiker sinnvoll ist.
Hallo Mike. Kann man als Otto-Normal-Biker bei einer Bike-Tour überhaupt brauchbare Filmaufnahmen machen?
Ja, denn auch Hobbyfilmern steht heutzutage wirklich sehr gutes, qualitativ hochwertiges Equipment zur Verfügung. Erschwingliche HD-Camcorder sind optimal, um eine normale Tour abzulichten. Auch Helmkameras in HD-Qualität kosten heute nicht mehr die Welt und liefern brauchbare Ergebnisse. Ebenso sind auch die meisten privaten Computer von heute leistungsfähig genug, um kleine Filme darauf zu schneiden. » Weiterlesen






