Pimp my Bike Video – Tipps vom Profi
27. Mai 17:11 | posted by Michi
Ihr sucht den “roten Faden” für Eure Mountainbike Videos? Ihr wollt die Qualität Eurer Aufnahmen steigern? Dann ist Teil 3 unserer Serie genau das Richtige für Euch. Der professionelle Bike-Filmer Mike Herzog gibt im Interview Kreativitäts-Tipps und Inspirationen für lebhafte Videos.
Wie bekommt man ein gutes Gefühl für die richtigen Aufnahmen – gibt es so etwas wie eine Faustregel?
Eine Faustregel vielleicht nicht, aber grundsätzlich ist es sehr wichtig, erstmal ein visuelles Gefühl für die Landschaft zu bekommen. Bevor Ihr die Kamera in die Hand nehmt, schaut Euch die Umgebung an und stellt Euch Fragen wie: „Was sticht mir ins Auge? Was würdet ich später gerne auf dem Video drauf haben?“ Wenn Ihr Euch beim Filmen dann darauf konzentriert, sollte die Qualität Eurer Aufnahmen schon um einiges gesteigert werden – das funktioniert in den meisten Fällen.
Wie holt man sich Inspiration für Aufnahmen, Perspektiven, etc.?
Allen, die keine spezifische Ausbildung haben, kann ich nur empfehlen: schaut Euch einfach Bike-Videos an! Seht sie Euch aber bewusst an und bewertet, welche Aufnahmen Euch gefallen und welche weniger. Versucht jene, die Euch gefallen, beim Filmen nachzuahmen. Lasst Euch so auch in punkto Perspektive, Kameraführung, Licht und so weiter inspirieren. Mit ein bisschen Übung und Geschick gelingem so auch einem Hobbyfilmer sehr gute Bilder!
Private Videos wirken oft ein wenig langweilig und lieblos zusammengestoppelt… Wie kann man Videos aufregender gestalten?
Ein altes Problem: Für den „Kameramann“ selbst ist das Video meist überwältigend, da er eine Menge Arbeit und Emotionen in sein Film-Projekt gesteckt hat. Für Außenstehende ist es aber eher eine wahllose, nicht zusammenhängende Aneinanderreihung von Aufnahmen.
Hier hilft es, dem Video den so genannten „roten Faden“ zu verschaffen: Überlegt Euch vor dem Filmen eine kurze Geschichte und setzt etwas ein, das die Zuschauer durch den Film begleitet. Dies kann zum Beispiel eine Person sein oder sogar ein Objekt, das man aktiv in den Film einbindet.
Klingt theoretisch recht einfach – aber hast Du da auch ein praktisches Beispiel?
Kleine Anregung: Während Eurer nächsten Biketour versucht doch mal einen kurzen Film über Euren ständigen Begleiter zu drehen: die Trinkflasche an Eurem Bike. Setzt sie aktiv in Szene und benutzt Sie als ständig wiederkehrendes Element, als roten Faden – seht selbst, was dabei herauskommt.
Einen Überblick über alle Teile unseres Interviews mit Mike Herzog findet Ihr hier.







