Urlaubsfotos leicht gemacht – der große CUBE Foto Crash-Kurs, Teil 3: die Idee zum Bild
28. Sep 16:58 | posted by Michi
In Zeiten der Digitalkameras ist Fotografieren wesentlich günstiger und einfacher geworden. Keine Filme zum Entwickeln, Bilder lassen sich bequem löschen und speichern. Das hat aber auch einen gravierenden Nachteil: denn oft hält man einfach mit der Kamera darauf los, ohne sich überhaupt Gedanken darüber zu machen, was und wie man denn überhaupt knippst. Das Resultat sind meist Unmengen an weniger guten Fotos. Dem schaffen wir im CUBE Foto Crash-Kurs Abhilfe und beschäftigen uns heute mit dem Killer-Thema: die Idee zum Bild.
Am Besten nimmt man sich selbst bei der Nase: wie oft habt Ihr denn schon wirklich bewusst fotografiert? Das heißt, vor dem Knipsen darüber nachgedacht, wie Ihr das gewünschte Objekt oder Motiv in Szene setzt? Selten, oder? Aber genau dieser Aspekt macht den Unterschied zwischen herkömmlichen Urlaubsfotos oder traumhaften Erinnerungsfotos aus. Hier ein paar Tipps bzw. Schlagwörter, über die man sich beim Fotografieren Gedanken machen kann:
Soll das Motiv im Querformat abgebildet werden? Dies beruhigt ein Bild zumeist. Oder doch im Hochformat? Dieses Format bringt Spannung ins Bild und wird auch oft bei Portraits eingesetzt. Oder aber soll es ein Panorama werden, um die weite Wirkung des Bildes zu erhöhen? Manchmal macht auch ein quadratisches Format Sinn! Weitere Infos findest du hier.

Mit Teleobjektiven kann man sich auch unbemerkt scheuen Tieren nähern! Durch die offene Blende erscheint der Hintergrund unscharf.
Die Brennweite:
Bei einer Spiegelreflexkamera bietet sich z.B. der Einsatz unterschiedlicher Objektive und den damit verbundenen Brennweiten an. Mit einem Weitwinkelobjektiv (ca. von 1 bis 24 mm) erzeugt man eine größere Distanz zwischen dem zu fotografierenden Objekt und dem Hintergrund. Ein Teleobjektiv (von ca. 50 mm bis 1000 mm) wiederum verkürzt die Distanz zwischen Objekt und Hintergrund. Den genauen Unterschied für Brennweiten findest du hier.
Hobby-Fotografen neigen dazu, sehr viel aus einer Position zu fotografieren. Ratsam ist es jedoch, beim Fotografieren auch einmal verschiedene Blickwinkel auszuprobieren. Ein Beispiel: Tierfotos aus dem Stand geschossen wirken relativ lieblos und fremd, macht man diese jedoch aus einer sehr tiefen Position z.B. aus der Hocke oder am Bauch liegend, wirken diese viel eher so, als wären sie aus der Perspektive des Tieres gemacht.

Wie wurde diese Aufnahme aufgenommen? Richtig, am Boden liegend! Dadurch erhält das Foto seinen natürlichen Touch!
Weniger ist mehr:
Oft wird versucht, viel zu viele Informationen in einem Bild einzufangen. Das Bild wirkt überladen und der Betrachter hat überhaupt keine Möglichkeit sich auf das entsprechende Motiv zu konzentrieren. Deshalb vorab festlegen, was das Hauptmotiv des Bildes sein soll. Besitzer einer Spiegelreflexkamera sind hier im Vorteil, sie können die Schärfe des Bildes steuern und so z.B in einem komplett unscharfen Bild den Fokus auf ein scharfes Detail lenken. Oft wirkt auch, das Bild in Schwarz/Weiß zu machen bzw. später am Computer die Farben zu reduzieren, falls das Bild farbtechnisch zu überladen wirkt.










