Archive for September, 2010

Urlaubsfotos leicht gemacht – der große CUBE Foto Crash-Kurs, Teil 4: die Bildkomposition

30. Sep 17:32 | posted by Michi | Keine Kommentare

Eine ganz entscheidende Frage für ein gutes Foto: wo und wie positioniere ich das Motiv? Viele UrlaubsfotografInnen neigen dazu, das Hauptmotiv mittig zu platzieren. Wenn Ihr dem entfliehen und bessere Fotos machen wollt, dann haben wir heute den ultimativen Tipp für Euch: den Goldenen Schnitt. Denkbar einfach, aber sehr effektiv.

Diese Technik ist bereits mehrere hunderte Jahre alt und galt stets als die Faustregel für Ästhetik und Harmonie. Verwendet wurde der Goldene Schnitt bereits in Gemälden und natürlich in einer endlosen Zahl von Fotos. Diese Bildkomposition wirkt sehr beruhigend, stimmig und ansprechend.

So funktioniert’s: das Foto gedanklich in drei gleich große Teile teilen (je nach Bedarf horizontal oder/und vertikal). Und nun versucht man das Motiv an den Trennlinien dieser Drittel zu positionieren – darum nennt man den Goldenen Schnitt in der Fotofografie auch Drittel-Regel.

goldener schnitt jochen karl outdoor fotografie fotoAber sehen wir uns das anhand eines praktischen Beispiels an: einem Urlaubsfoto vom Gipfel der Zugspitze, nahe dem CUBE BIBERWIER-LERMOOS. Hier tragen mehrere Faktoren zur Bildkomposition bei: Zum ersten wurde das Verhältnis zwischen Himmel und Berge bewusst im goldenen Schnitt gewählt – zwei Drittel Berg, ein Drittel Himmel. Durch die Betonung “mehr Berg als Himmel” bekommt das Bild eine gewisse “Schwere” (hätte man stattdessen ein Drittel Berg, zwei Drittel Himmel, dann wäre das Bild “luftiger”). Durch den goldenen Schnitt, der zusätzlich bei den Personen am Berg angewendet wurde, gibt es rechts noch Platz, leicht unscharf einen Panoramaweitblick ins Bild reinzupacken.

Probiert es am Besten das nächste Mal selbst aus wenn Ihr eine Landschaft fotografiert. Wenn Ihr den Horizont gemäß dieser Drittel-Regel positioniert, werden Eure Bilder viel stimmiger wirken!  Ein weiteres gutes Beispiel-Foto für den Goldenen Schnitt findet Ihr auf Wikipedia.

Weitere Kompositionsmöglichkeiten

Versucht, im gewünschten Motiv Linien oder Regelmäßigkeiten zu erkennen und diese Festzuhalten. Ein gutes Beispiel:

jochen karl fotografieHier wurde die Linienführung so gewählt, dass die „normale“ Leserichtung des Menschen (von links oben nach rechts unten) auf den Kopf gestellt wurde. Die Bank beginnt links unten und führt durch die geradlinige Form anschließend nach rechts oben – der Betrachter muss also den „Eingang“ des Bildes erst finden und folgt dann der Linie, was das Bild „spannender“ macht.

Eines sollte Euch aber bewusst sein: Bei diesen Tipps handelt es sich nur um Empfehlungen, sich im Laufe der Zeit etabliert haben. Man muss sich jedoch nicht immer daran halten. Denn ein guter Fotograf kennt zwar die Regeln der Fotografie – er weiß aber auch, wann er sie brechen kann.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß beim Experimentieren! Unten hab ich Euch noch jeweils ein Beispiel für den Goldenen Schnitt und für eine klare Linienführung angefügt. LG, Euer Jochen.

jochen karl

Auch ein Besuch im Cafe kann einen goldenen Schnitt mit sich bringen ;) Durch den scharfen Becher im goldenen Schnitt und den unscharfen Kaffeebereich bekommt man sofort das Kaffeehaus-Feeling vermittelt!

jochen karl

Ein weiteres Beispiel für gerade Linienführung. Der Betrachter wird durch die geradlinige Rolltreppe von unten nach oben geführt, wo die eigentliche Aussage, die Beine eines Menschen, stattfindet.


Urlaubsfotos leicht gemacht – der große CUBE Foto Crash-Kurs, Teil 3: die Idee zum Bild

28. Sep 16:58 | posted by Michi | Keine Kommentare

 In Zeiten der Digitalkameras ist Fotografieren wesentlich günstiger und einfacher geworden. Keine Filme zum Entwickeln, Bilder lassen sich bequem löschen und speichern. Das hat aber auch einen gravierenden Nachteil: denn oft hält man einfach mit der Kamera darauf los, ohne sich überhaupt Gedanken darüber zu machen, was und wie man denn überhaupt knippst. Das Resultat sind meist Unmengen an weniger guten Fotos. Dem schaffen wir im CUBE Foto Crash-Kurs Abhilfe und beschäftigen uns heute mit dem Killer-Thema: die Idee zum Bild. 

Ein klassisches Beispiel für ein Querformat: die Landschaftsfotografie.

Am Besten nimmt man sich selbst bei der Nase: wie oft habt Ihr denn schon wirklich bewusst fotografiert? Das heißt, vor dem Knipsen darüber nachgedacht, wie Ihr das gewünschte Objekt oder Motiv in Szene setzt? Selten, oder? Aber genau dieser Aspekt macht den Unterschied zwischen herkömmlichen Urlaubsfotos oder traumhaften Erinnerungsfotos aus. Hier ein paar Tipps bzw. Schlagwörter, über die man sich beim Fotografieren Gedanken machen kann: 

Das Format:
Soll das Motiv im Querformat abgebildet werden? Dies beruhigt ein Bild zumeist. Oder doch im Hochformat? Dieses Format bringt Spannung ins Bild und wird auch oft bei Portraits eingesetzt. Oder aber soll es ein Panorama werden, um die weite Wirkung des Bildes zu erhöhen? Manchmal macht auch ein quadratisches Format Sinn! Weitere Infos findest du hier

Mit Teleobjektiven kann man sich auch unbemerkt scheuen Tieren nähern! Durch die offene Blende erscheint der Hintergrund unscharf.

Die Brennweite:
Bei einer Spiegelreflexkamera bietet sich z.B. der Einsatz unterschiedlicher Objektive und den damit verbundenen Brennweiten an. Mit einem Weitwinkelobjektiv (ca. von 1 bis 24 mm) erzeugt man eine größere Distanz zwischen dem zu fotografierenden Objekt und dem Hintergrund. Ein Teleobjektiv (von ca. 50 mm bis 1000 mm) wiederum verkürzt die Distanz zwischen Objekt und Hintergrund. Den genauen Unterschied für Brennweiten findest du hier.

Position/Blickwinkel:
Hobby-Fotografen neigen dazu, sehr viel aus einer Position zu fotografieren. Ratsam ist es jedoch, beim Fotografieren auch einmal verschiedene Blickwinkel auszuprobieren. Ein Beispiel: Tierfotos aus dem Stand geschossen wirken relativ lieblos und fremd, macht man diese jedoch aus einer sehr tiefen Position z.B. aus der Hocke oder am Bauch liegend, wirken diese viel eher so, als wären sie aus der Perspektive des Tieres gemacht. 
tutorial fotografie

Wie wurde diese Aufnahme aufgenommen? Richtig, am Boden liegend! Dadurch erhält das Foto seinen natürlichen Touch!

 Weniger ist mehr:
Oft wird versucht, viel zu viele Informationen in einem Bild einzufangen. Das Bild wirkt überladen und der Betrachter hat überhaupt keine Möglichkeit sich auf das entsprechende Motiv zu konzentrieren. Deshalb vorab festlegen, was das Hauptmotiv des Bildes sein soll. Besitzer einer Spiegelreflexkamera sind hier im Vorteil, sie können die Schärfe des Bildes steuern und so z.B in einem komplett unscharfen Bild den Fokus auf ein scharfes Detail lenken. Oft wirkt auch, das Bild in Schwarz/Weiß zu machen bzw. später am Computer die Farben zu reduzieren, falls das Bild farbtechnisch zu überladen wirkt. 

Zum Abschluss noch einen persönlichen Tipp von mir: Oft kann man bereits im vorhinein mit der Planung zu einem guten Foto beginnen. Erkundigt Euch z.B. in einem Hotel,  wo in der Region gute Panorama-Spots sind! Beobachtet, wann und wo die Sonne auf- und untergeht. Wenn Ihr solche Fragen bereits vorab klärt, dann habt Ihr schon die halbe Miete für traumhafte Urlaubsfotos! 
LG und bist zum nächsten Mal, Euer Jochen 
P.S.: Wer mehr von meinen Fotos sehen will, schaut am besten auf meiner Facebooke Seite vorbei.

Durch das verwendete Weitwinkelobjektiv entsteht eine sehr starke Tiefenwirkung.

Durch das verwendete Weitwinkelobjektiv entsteht eine sehr starke Tiefenwirkung.

Weniger ist mehr: Das Bild besteht nur aus 2 Dingen: grüne Blätter und eine kleine Schnecke. Durch das bewusste Reduzieren wird der Blick des Betrachters sofort auf die Schnecke gelenkt.

Shimano im CUBE BIBERWIER-LERMOS – Interview mit MTB Weltmeisterin Alexandra Engen

22. Sep 18:19 | posted by Michi | Keine Kommentare

shimano paul lange cross country

It's a beautiful day: die frischgebackene Weltmeisterin Alexandra Engen vor dem CUBE BIBERWIER-LERMOOS

Hohen Besuch in Sachen Mountainbike hatten wir dieser Tage im CUBE BIBERWIER-LERMOOS. Der Hersteller Shimano / Paul Lange wählte auch heuer wieder die Tiroler Zugspitz Arena bzw. das CUBE als Location für das OTC-Press-Camp. Den anwesenden Bike-Journalisten wurden dabei die heißesten Produktneuheiten präsentiert.  Mit dabei war unter anderem auch Alexandra Engen - ihres Zeichens seit Ende August U23-Weltmeisterin im MTB-Cross-Country. Die sympathische Schwedin war gleich Feuer und Flamme dafür, der CUBE Community für ein Interview Rede und Antwort zu stehen. Here we go:

Hallo Alexandra. Als frischgebackene U23-Weltmeisterin fühlst Du Dich sicher sehr gut. Wie sieht nun der Rest der Saison aus? Gemütlicher Ausklang oder jetzt erst so richtig Gas geben?
Hallo! Die Saison hat schon noch ein paar Rennen anzubieten und ich werde auch noch einige Wochen für gutes, hartes Training nutzen. Aber: natürlich widme ich mich jetzt auch verstärkt den Chill-Out Seiten des Lebens – eine gute und ausgewogene Balance (lacht).

Apropos Chill-Out: Nach all dem Weltmeisterschafts-Trubel ist das Pressecamp hier im CUBE doch eher was Gemütliches, oder?
Ja, es ist für mich ziemlich relaxed und vor allem sehr spaßig. Aber ich sehe es natürlich auch als Ehre, hier eingeladen zu sein und den Tag mit so guten Bike Touren zu verbringen. Und dann noch die interessanten Meetings mit den Leuten und all die Produktneuheiten…

Wie gefällt es Dir bikemäßig bis jetzt in der Tiroler Zugspitz Arena?
Ich bin überwältigt von der Schönheit der Tiroler Alpen und den großartigen Panoramen. Und wenn das auch noch mit herausfordernden Climbs und super Downhills kombiniert ist, so wie hier, dann hab ich alles was ich brauche. Simply great!!!

Und jetzt die obligatorische Frage: wie ist Dein Eindruck vom CUBE Hotel?
Ich finde das Konzept eines Design Hotels in den Alpen sehr attraktiv. Das Hotel eröffnet Dir ganz neue Dimensionen eines Aufenthalts am Berg. In Verbindung mit den angebotenen Funktionalitäten für Biker und den Alpen als Location ist es natürlich umso besser - ich bin beeindruckt. 

shimano tirol press camp Fotos© Jahn Ekman

Im Zeichen der Zugspitze: Alexandra mit dem Triathleten Sebastian Kienle (Fotos© Jahn Ekman)

Lang dauert es nicht mehr und die Winter-Saison steht wieder vor der Tür –wie und wo verbringst Du die kalte Jahreszeit? Wie hältst Du Dich fit?
Seit Jänner dieses Jahres wohne ich in Freiburg (D) und werde den Großteil des Winters mit ein paar Trips in meine Heimat Schweden verbringen. Der Winter ist bei mir die Jahreszeit, in der ich am meisten Zeit für folgende drei Dinge aufbringe: Ausdauertraining, planen, denken. Das Biken nehme ich ein bisschen zurück, um mir Raum für andere Dinge zu schaffen. Wie zum Beispiel Fitness-Center, Schwimmen, Nordic Walking oder Schifahren.

Was kannst Du unseren mountainbikenden CUBE-Gästen raten, um über den Winter fit zu bleiben?
Spaß haben! Macht mehr verschiedene Sportarten. Kürzere Trainings, aber dafür regelmäßig! Das ist besser, als lange und dafür selten zu trainieren. Und noch einmal, das wichtigste ist: habt Spaß!

Wie geht’s in der nächsten Saison weiter? Welche Medaille möchtest Du Dir als nächstes in den Trophäenkasten hängen?
2011 werde ich von der U23 in die Elite aufsteigen. Das wird ein riesen Schritt und ich werde hart trainieren müssen, um wieder auf ein Podium steigen zu können. Aber ich möchte mich stetig verbessern und mein Fokus wird auf den Schwedischen Meisterschaften, der Deutschen Bundesliga und dem World Cup liegen.

Vielen Dank für das Interview, Alexandra. Jetzt noch ein bisschen Name-Dropping – wen willst Du auf diesem Weg promoten?
Natürlich mein Team und Sponsor ROTHAUS-CUBE – die Bikes, nicht die Hotels (lacht). Ihr findet uns im Netz auf www.rothaus-cube.de sowie auf Facebook, Twitter, Flickr und YouTube.



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