Nicht von schlechten Eltern: Gee Atherton im Interview
23. Okt 10:14 | posted by Michi
Man nennt Sie die „schnellste Familie auf zwei Rädern“: Gemeint sind die Geschwister Rachel, Dan und Gee Atherton aus Großbritannien. Als „Animal Commencal“ Team sind die drei erfolgreichen Mountainbike Pros schon seit Jahren nicht mehr aus der internationalen Bikeszene wegzudenken. Ich hatte das Glück, Gee dieser Tage im CUBE BIBERWIER-LERMOOS zu treffen. Er gilt als einer der talentiertesten und vielseitigsten Biker weltweit: neben den Weltcup-Erfolgen in seiner Stammdisziplin Downhill ist er auch im Freeride, Slopestyle und Dirtjump immer für Überraschungen gut. Was Ihn aber zu einem absoluten Unikat macht: mit seiner Schwester Rachel hat er es als erster geschafft, dass Bruder und Schwester gleichzeitig WM-Gold im Downhill gewinnen.

CUBE: Hi Gee! Als ich Deinen Namen im Internet recherchiert habe, bin ich auf verschiedenste Social Media Plattformen gestoßen. Wie nutzt Du das Internet, um Dich mit Deinen Freunden, Fans und der Bike-Szene zu vernetzen?
Gee Atherton: Das Internet ist für mich und unser Team schon ziemlich wichtig. Natürlich spielen Magazine und Videos noch eine große Rolle, aber vor allem mit Social Media erreicht man so viele Leute, das ist unglaublich. Ich bin sowohl persönlich als auch mit unserem Team auf MySpace und Facebook vertreten, schreibe auch einen eigenen Blog. Am coolsten finden wir derzeit aber Twitter: eine geniale Möglichkeit, unsere Fans laufend über unsere Aktivitäten und wo wir gerade unterwegs sind up to date zu halten.
Jetzt aber eine “klassische” Bike-Frage: Wie bist Du zum Downhill gekommen?
Naja, ich bin schon immer BMX gefahren, da ist man ja schon relativ nah dran am Downhillen. Als sich mein älterer Bruder dann ein Mountainbike gekauft hat, haben wir mit dem Downhill angefangen, ohne viel über andere Disziplinen nachzudenken. Es war deshalb eine sehr „natürliche“ Entwicklung.
Du bist in Wales aufgewachsen – wie sind die Bedingungen zum Biken dort?
Die Landschaft in Wales unterscheidet sich natürlich sehr von Österreich. Wir haben keine Berge, dafür aber viele Hügel mit kurzen Downhills, was zum Trainieren reicht. Trotzdem: die Mountainbike Szene in Großbritannien ist großartig – es gibt so viele junge Rider und auch sehr viele erfolgreiche.
Wie würdest Du im Vergleich dazu Österreich bzw. die Tiroler Zugspitz Arena (Anm.: Region um den CUBE BIBERWIER-LERMOOS) einschätzen?
Österreich ist ein sehr gutes Bike-Land, mit Schladming habt Ihr auch eine der schwierigsten Strecken im Mountainbike Weltcup. In der Zugspitz Arena bin ich zum ersten Mal, aber ich bin begeistert: wir sind gestern zum Beispiel nur 20 Minuten vom CUBE raus gefahren und einen Trail gefahren, der besser war als alles, was es in Großbritannien gibt. Und das war erst unser erster hier… Ich freu mich auf alle Fälle, wieder mal zum Trainieren herzukommen.
Und wie gefällt Dir das Konzept der CUBE Hotels?
CUBE ist perfekt für Biker, das Setup ist erstklassig – du kannst dein Bike waschen und gut aufbewahren. Darauf kommt es an, ich könnte mir in punkto Bike nichts besseres vorstellen.
Zum Abschluss: Jetzt wo die Winter-Saison vor der Tür steht – wie verbringst Du die kalte Jahreszeit?
Am Ende der Saison bin ich natürlich geschlaucht von all den Rennen. Darum ist es fürs erste wichtig, ein wenig auszuspannen – also werd ich mal rund sechs Wochen nur zuhause verbringen. Danach geht’s ab nach Kalifornien, wo ich mit leichtem Training beginne. Dort gibt’s Sonne, angenehme Temperaturen und gute Trainingsbedingungen. Danach zurück nach Europa, um wieder mit dem Downhill Training anzufangen.
Und welchen Rat kannst Du den CUBE Blog LeserInnen geben, um über den Winter fit für die nächste Bike Saison zu bleiben?
In erster Linie ist es wichtig, eine gute Basis-Fitness und Kondition zu behalten. Wintersport und Fitness-Center sind dafür gut geeignet. Aber: der beste Weg ist natürlich, soviel Zeit wie möglich am Rad zu verbringen – auch wenn es nur auf der Straße bzw. in der Stadt ist!

Gee beim "Durchpflügen" der Tiroler Zugspitz Arena
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Sehr zu empfehlen ist auch die Dokumentation “The Atherton Project” auf freecaster.tv







